somatic experiencing (SE)


Die Tierwelt als Ursprung - Beobachtung
Im Jahre 1970 begann Peter Levine (USA) sich im Rahmen seiner klinischen Tätigkeit (er promovierte in med. Biophysik, Psychophysiologie und Psychologie) mit den Themen Schock und Trauma (griechisch=Wunde) intensiv zu beschäftigen. Seine Verhaltensbeobachtungen der Tierwelt, die ihm aufzeigten, dass Tiere ein Trauma quasi „abschütteln“ oder „entladen“ können, haben ihn tief bewegt. 

Während 35 Jahren beobachtete er Tiere in der freien Wildbahn und widmete sich der Erforschung von Stress und Trauma. Wilde Tiere schienen gegen traumatische Situationen "immun" und blieben auch nach einem Ablauf des Jäger-Beute-Verhaltens und dessen Reaktions-Zyklus (mit den drei Optionen: Flucht-, Angriff-, und Totstell-Reflex (Freeze)) immer unversehrt (ausser sie wurden erfolgreich getötet oder körperlich verletzt).
Er beobachtet, dass Tiere über angeborene Mechanismen verfügen, welche ihnen ermöglichen, die im Überlebenskampf mobilisierten Stress-Energien wieder ohne Folgen abzubauen und danach ohne Trauma und seine mögliche Folgen weiterleben.  (Vergl. Vögel, die in eine Glasscheibe fliegen bleiben vorerst benommen liegen und beginnen, wenn man sie in Ruhe liegen lässt, mit der Zeit zu zittern, um dann, wenn der Aufprall nicht zu heftig und somit tödlich war, in wenigen Minuten wieder wegzufliegen.) 


Trauma
Ein sogenanntes Trauma steckt nicht im traumatischen Ereignis, sondern im Nervensystem  und somit schlussendlich im Gewebe des Menschen fest. Dies festgesteckten und aus diversen Gründen nicht „verbrauchten" Energien sind mittels der Global-Diagnostik sogar im Körper sichtbar zu machen. Dabei muss das Trauma nicht ein Medizinisches im eigentlichen Sinne (Unfall) sein, sondern kann alle Lebensereignisse betreffen. (Unfall, Todesfälle, Ängste aller Art, Beziehungsmissstände, Schmerzen allgemein, Stress, Burnout, Mobbing, Schlaflosigkeit, Ablehnung, Scham, Schuldgefühle etc.)
Um diese  blockierenden Energien (Trauma) aus dem Körper zu entfernen - oder um sie sanft in Bewegung zu bringen, so dass sie verbraucht werden können- benötigt es nicht den von so vielen Menschen aus dem Impuls der Bewegung heraus gewählten Weg des Sports (hiermit geht es dem Körper wohl für ein paar Stunden besser, aber die gewählte Methode führt nicht zum Abbau dieser Traumenergien- sondern eher zur Übersäuerung des gesamten Körpers), sondern viel feinere und subtilere Methoden der Energieableitung.


Konzept und Therapie
Somatic Experiencing ist der therapeutische Ansatz das Trauma über den Körper zu heilen. Dazu bedient sich die SE verschiedener Schlüsselkonzepte:

 Verständnis darüber, dass das Trauma im Nervensystem und somit im Gewebe
   (sichtbarmachend mit der Vitalfeld-Diagnostik) feststeckt- nicht im Ereignis
 Erfahren, dass das Trauma über den Körper heilbar ist, egal wie lange es her ist.
 Erfahrungen sammeln bezüglich Orientierung (im Hier und Jetzt sein) und Ressourcen
 Aktivierung aufspüren und den Aktivierungsgrad erkennen
 Freeze - Durch Titration mit einer dosierten Menge an Aktivierung verarbeiten
 Flucht, Angriff- Verteidigungsmechanismen vervollständigen
 Neuverhandeln (neue Möglichkeiten entdecken)
 einen sicheren Raum schaffen (Containement), Resilienz (Flexibilität im Nervensystem
    ausbauen

Das Buch von Peter " Sprache ohne Worte" gibt allen, die mehr wissen wollen über SE, die Möglichkeit dazu.
Aber schlussendlich gibt es nichts anderes, als diese äusserst brilliante und herzvolle Therapiemethode selbst auszuprobieren. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Für wen eignet sich diese Therapieform?

 Haben Sie Ängste?
 Besteht Ihr Leben aus Vermeidungsstrategien? (Lift, Tunnel, Flugzeug, Menschenmenge etc.)
 Ist Ihr Leben jeden Tag komplizierter?
 Stecken Sie in der Vergangenheit fest?
 Hatten Sie einen Unfall und seither ist nichts mehr wie es mal war?
 Hatten Sie eine schwierige Geburt?

Diese und diverse andere Beweggründe oder Nöte können der Grund sein eine Traumatherapie zu starten. 



Sprache ohne Worte